Sie bereiten das Programm für die Kinderfreizeit vor (von links): Landrat Kai Seefried, Anke Wehber und Gabriele Behrens (Johanniter), Catharina Dufft (Kirchenkreis Stade), Adelheid Balthasar (Landfrauen), Marc Wischnowsky (Superintendent Kirchenkreis Stade), Nicole Drewes (Caterer Dussmann) und Christina Brandt (DLRG) sowie Johanniter-Besuchshündin Hermine.© Landkreis Stade / Daniel Beneke„Der Landkreis Stade steht weiterhin fest an der Seite der Opfer des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine“, betont Landrat Kai Seefried. Das zeige sich nicht zuletzt bei der mannigfaltigen humanitären Hilfe. Seit 2022 haben ehrenamtliche Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Auftrag des Landkreises etliche Male Einsatzfahrzeuge und Hilfsgüter – vornehmlich für Rettungseinheiten und Kliniken – an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht, dort nahmen ukrainische Freiwillige die Konvois entgegen und überführten sie ins Kriegsgebiet. Über Christi Himmelfahrt wurde der siebte große Transport abgewickelt, neun Fahrzeuge sowie Hilfsgüter im Wert von knapp 250.000 Euro gingen ins Kriegsgebiet.
Noch im Sommer dieses Jahres sollen indes erneut Kinder und Jugendliche aus der Oblast Mykolajiw – der offiziellen Partnerregion Niedersachsens im Süden der Ukraine mit Zugang zum Schwarzen Meer – eine Auszeit im Landkreis Stade verbringen. „Die Kinder sind die verwundbarsten Opfer dieses schrecklichen Krieges. Sie sollen bei uns im Landkreis Stade eine Möglichkeit bekommen, wenigstens für ein paar Tage keine Angst um ihr Leben haben zu müssen“, sagt Seefried. Mykolajiw wird immer wieder von russischen Angriffen mit Gleitbomben, Raketen und Drohnen überzogen. Zuletzt wurden dort sogar zivile Personenzüge beschossen.
Vizekonsul Borys Drogomyretskyi vom Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg begleitet das Projekt und hält den Kontakt nach Mykolajiw. Das Land Niedersachsen stärkt die Oblast im Süden der Ukraine am Schwarzen Meer im Rahmen der 2024 gestarteten Solidaritätspartnerschaft durch humanitäre Hilfe, Unterstützung beim Wiederaufbau, Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Gesundheitsversorgung. Die Landesregierung setzt dabei auch auf die Förderung von Partnerschaften in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Justiz und Polizei, nachhaltige Entwicklung sowie die Vernetzung auf kommunaler Ebene.
Auf Initiative des Landrates haben wieder zahlreiche Vereine und Verbände ihre Mitwirkung bei der Kinderfreizeit erklärt. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade stellt auch diesmal als Unterkunft das Bettenhaus beim Technologiezentrum des Handwerks im Gewerbegebiet Stade-Süd zur Verfügung. Der Caterer Dussmann übernimmt die Verpflegung in der Mensa des Technologiezentrums. Das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die Johanniter Unfallhilfe und die Kreislandfrauen gestalten das Programm mit. Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Stade stellt eine seelsorgerische Begleitung sicher.
„Über diesen starken Einsatz unserer Partner freue ich mich sehr“, sagt Seefried. „Nur durch dieses mannigfaltige ehrenamtliche Engagement können wir dieses Projekt realisieren.“ Der Landrat bittet die Bürgerinnen und Bürger um Spenden, um der ukrainischen Delegation z.B. Ausflüge und andere Aktivitäten zu ermöglichen. Das Programm für die Kinderfreizeit wird derzeit abgestimmt. Geplant sind bereits eine Stadtführung durch Stade, eine Fahrt mit dem Tidenkieker auf der Elbe, Mitmachaktionen im Natureum, der Besuch eines Tierparks sowie ein Treffen mit Therapiehunden.
Spendenkonten
Spenden können auf unter dem Verwendungszweck „Kinderfreizeit Ukraine Landkreis Stade“ auf folgende Konten eingezahlt werden:
- DRK-Kreisverband Stade gGmbH, IBAN: DE12 2415 1116 0000 1131 18
- Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Regionalverband Bremen-Verden, IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18





